Die Rede ist natürlich von jenen einzigartigen, liebevoll gestalteten, wunderbar ausgetüftelten Krippen, die seit ein paar Tagen an verschiedenen Orten in Strobl ausgestellt werden.
Begonnen wird schon am Ende der 3. Klasse. Die erste Aufgabe sind die Tonfiguren ... Maria und Josef, das Jesuskind, Ochs und Esel, Schafe und Hirten, ... die Kinder dürfen mit Ton gestalten, was ihnen für ihre individuelle Krippe in den Sinn kommt.
Nach dem Trocknen werden die Figuren behutsam zum Brennofen in die Mittelschule getragen - jedes Mal eine wackelige Geschichte, aber dieses Jahr ging wieder Gott sei Dank alles gut. Über die Ferien werden die Tonfiguren zweimal gebrannt, um dann - sobald die Schule im Herbst wieder begonnen hat - glasiert und bemalt zu werden. Inzwischen werden auch die Spanplatten mit nach Hause gegeben, um das Grundgerüst der Krippe zuhause festzuschrauben.
Und dann sind sie auf einmal im Werkraum: an die 30 Platten mit großen festgeschraubten Wurzeln. Nun heißt es zusammenrücken und grübeln, denn es geht um die Weitergestaltung: Möchte ich einen Weg, eine Wasserstelle, einen Baum, vielleicht einen Zaun? Welche Materialien bieten sich an? Wie kann ich sie befestigen? Wie steht es um die Beleuchtung? Was kann ich alleine schaffen, wobei brauche ich Hilfe?
Immer zur Stelle ist Burgi Fink, die dieses Highlight-Werkstück seit vielen Jahren mit den Viertklasslern umsetzt. Sie weiß immer Rat und hilft tatkräftig mit, damit jedes Kind seine eigenen Vorstellungen bestmöglich umsetzen kann. HERZLICHEN DANK Burgi für dein großes Engagement!
Unterstützung gibt es in so mancher Werkstunde aber auch von Papas und Opas, die sich Zeit nehmen und beim Gestalten, Kleben, Schrauben, ... helfen – Danke, ihr seid den Kindern eine große Hilfe bei diesem besonderen Werkstück.
Wenn dann das Moos ausgelegt ist, werden die Krippenfiguren behutsam aus den Schuhschachteln herausgenommen und an die richtigen Stellen gelegt oder gestellt. Und dann ist es geschafft. Die wochenlange Arbeit am Werkstück "Krippe" kann bestaunt werden. Und das nicht nur im Werkraum von den jüngeren Kindern und Lehrerinnen der Volksschule Strobl, sondern pünktlich zum Start des Weihnachtsmarktes in ganz Strobl.
Schönes Entdecken und Staunen allerseits!